Checkliste - Schadenpositionen für Unfallopfer

Nachstehend finden Sie eine Liste von möglichen Schadenspositionen, die einem Unfallopfer bzw. bei Tod dessen Erben zustehen können.
  • Schmerzensgeld für die erlittenen körperlichen und seelischen Schä-den
  • Schmerzensgeldrente
  • Arzt- und Heilbehandlungskosten
  • Erwerbs- und Verdienstausfallschaden
  • Haushaltsführungsschaden
  • Ansprüche wegen vermehrter Bedürfnisse (z.B. behinderungsgerech-ter Umbau von Wohnung und Haus, Kosten für den Umzug in eine behindertengerechte Wohnung, Rollstuhl, behindertengerechtes Fahr-zeug etc.)
  • Sterbekosten
  • Hinterbliebenenrente
  • Überziehungszinsen, wenn durch Zahlung von Reparaturkosten das Konto überzogen werden muß
  • Mehrkosten durch Herabsetzung des Kfz-Schadenfreiheitsrabatts
  • allgemeine Auslagenpauschale / "Unkostenpauschale"
  • Reparaturkosten
  • Sachverständigenkosten
  • Wertminderungsausgleich
  • Abschleppkosten
  • Standkosten
  • Entsorgungskosten
  • Nutzungsausfall
  • Mietwagenkosten
  • Kosten durch Schäden an in den Unfall verwickelten Verkehrszeichen, Bäumen und Bauwerken
  • Reinigungskosten für verschmutzte Kleidung
  • Kinderbetreuungskosten
  • Abfindungsvergleich
Die Voraussetzungen für diese Ansprüche ergeben sich im Einzelfall aus dem jeweiligen Unfallsachverhalt und den dadurch verursachten Schäden, zum anderen aber häufig auch daraus, wie die Schuldfrage
entschieden wird.

Hinweis
Sofern die Schuldfrage nicht eindeutig zu Lasten eines Unfallbeteiligten zu entscheiden ist, besteht auch die Möglichkeit einer Teilschuld (z.B. wg. überhöhter Geschwindigkeit, zu geringem Abstand zum Vordermann, fehlender Anlegung des Sicherheitsgurts etc.).

In diesem Fall wird das Gericht lediglich eine "Quote“ zusprechen. Dies bedeutet, daß die KFZ-Haftpflichtversicherung des Unfallopfers dann - einen Teil des Schadens des Unfallgegners tragen muß, während der eigene Schaden durch die gegnerische Haftpflichtversicherung auch nur mit einer Quote reguliert wird.

Eine Teilschuld führt dann auch zu einer Herabsetzung des Schadensfreiheitsrabatts.

Hinweis
Ein Unfallopfer, das ohne anwaltlichen Beistand voreilig einer von dem Unfallverursacher bzw. dessen Haftpflichtversicherung angebotenen schnellen Unfallregulierung zustimmt, riskiert, daß Ansprüche, von deren Existenz es nichts ahnte, verloren gehen, weil sie nachträglich nicht mehr geltend gemacht werden können. Darüber hinaus riskiert man den eigenen Versicherungsschutz.
Empfehlung
Lassen Sie sich nach einem Unfall sofort anwaltlich beraten - bevor es zu spät ist!

Ein auf dem Gebiet Schadensrechts - Schmerzensgeld und Schadensersatz - erfahrener Fachanwalt für Verkehrsrecht wird Sie bei frühzeitiger Beratung nicht nur durch vor ungünstigen Aussagen bewahren, sondern dafür Sorge tragen, daß Sie bei klarer Schuldfrage ihre Ansprüche möglichst vollständig geltend machen und zugesprochen bekommen.