Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)

- im Volksmund auch Idiotentest genannt -
Sowohl demjenigen, der sich nach vorangegangenem Entzug der Fahrerlaubnis um die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis bewirbt, als auch jemandem, der noch im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, kann die Fahrerlaubnisbehörde unter bestimmten Umständen aufgeben, sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU), im Volksmund auch "Idiotentest" genannt, zu unterziehen.

In der Regel geschieht dies z.B. in folgenden Fällen:

  • bei mehrmaligen Verstößen gegen verkehrsrechtliche Alkohol- und Drogenbestimmungen
  • bei erstmaligem Überschreiten der 2,0-Promille-Grenze bzw. der 1,0-mg/l-Atemalkohol-Grenze
  • bei erstmaligem Überschreiten der 1,6-Promille-Grenze bzw. der 0,8-mg/l-Atemalkohol-Grenze, wenn zusätzliche Anzeichen für eine überdurchschnittliche Alkoholgewöhnung vorliegen
  • bei nachgewiesenem regelmäßigen (nicht nur gelegentlichem!) Drogenkonsum
  • bei altersbedingter Fahruntauglichkeit
  • bei körperlichen Gebrechen, die nicht durch technische Hilfsmittel ausgeglichen werden können
Die Untersuchung soll dazu dienen festzustellen, ob der Inhaber der Fahrerlaubnis bzw. der Bewerber um eine neue Fahrerlaubnis geeignet ist, ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr sicher zu führen.