Fahrlässige Körperverletzung und Tötung

In Zusammenhang mit Verkehrsunfällen spielen auch fährlässige Körperverletzung, Körperverletzung mit Todesfolge und fahrlässige Tötung immer wieder eine große Rolle:

§ 229 StGB Fahrlässige Körperverletzung
Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
§ 222 StGB Fahrlässige Tötung
Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft
Hinweis
Welche konkrete Strafe im Einzelfall zu erwarten ist, hängt von den Umständen des jeweiligen Falles ab.

Sofern weder Alkohol noch andere Drogen im Spiel waren und auch keine Fahrerflucht begangen wurde, kann ein Ersttäter bei beiden Straftaten in der Regel noch mit einer Bewährungsstrafe rechnen (bis zu 2 Jahre Freiheitsentzug, die aber nicht verbüßt werden müssen).

Sofern jedoch Alkohol oder Drogenkonsum nachgewiesen worden sind, wird zumindest beim Tatbestand der Fahrlässigen Tötung regelmäßig eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung verhängt - auch bei einem bisher absolut unauffälligen Täter.

Bei einer Verurteilung werden außerdem 5 Punkte im Verkehrszentralregister eingetragen.

Empfehlung
Als Beschuldigter, dem fahrlässige Körperverletzung oder fahrlässige Tötung vorgeworfen wird, sind Sie gut beraten, sich von einem erfahrenen Fachanwalt für Strafrecht / Fachanwalt für Verkehrsrecht mit besonderer Kompetenz auf dem Gebiet des Verkehrsstrafrechts verteidigen zu lassen - sonst sind Sie "verraten und verkauft"!

Als Opfer oder deren Angehörige sollten Sie einen Fachanwalt für Verkehrsrecht mit der Durchsetzung der bestehenden Schadensersatzansprüche gegen den Täter beauftragen.