Folgen von Alkohol am Steuer

Konsequenzen bei Alkohol am Steuer oder sonst im Straßenverkehr

Bei Alkohol am Steuer oder im Straßenverkehr ist je nach Höhe der festgestellten Blutalkoholkonzentration (BAK) mit unterschiedlichen Konsequenzen zu rechnen:

1. Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille oder mehr (Überschreitung der Promillegrenze)

Wenn eine Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille oder mehr festgestellt wird, d.h. die Promillegrenze insoweit also überschritten ist, geht man von absoluter Fahruntüchtigkeit aus. Daraus folgt in strafrechtlicher Hinsicht der Vorwurf der "Gefährdung des Straßenverkehrs".

Die Folgen sind:

  • eine Geldstrafe,
  • die Entziehung der Fahrerlaubnis mit der Verhängung einer mehrmonatigen Sperrfrist für die Neuerteilung und
  • die Eintragung von 7 Punkten in Flensburg;
  • der Verlust des Schutzes der Haftpflichtversicherung für einen in dieser Situation verursachten Unfall.
2. Blutalkoholkonzentration über 0,5 Promille, aber unter 1,1 Promille

Liegt die Blutalkoholkonzentration unter der Promillegrenze von 1,1 Promille, aber über 0,5 Promille, wird der Vorfall als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Die Folgen sind:

  • eine Geldstrafe von 250 Euro
  • ein Monat Fahrverbot und
  • 4 Punkte
  • der Versicherungsschutz der Haftpflichtversicherung bleibt bestehen.
3. Blutalkoholkonzentration von zwischen 0,3 und 1,09 Promille

Werden bei einer Blutalkoholkonzentration zwischen 0,3 und 1,09 Promille - bei 1,1 wäre hier die Promillegrenze ohnehin bereits überschritten (s.o. Ziffer 1) - alkoholbedingte Fahrfehler (Schlangenlinien fahren, sehr langsames Fahren, Überfahren einer Roten Ampel, Unfall) festgestellt, wird die Kombination aus niedriger Blutalkoholkonzentration und alkoholbedingtem Fahrfehler wiederum als eine bereits eingetretene absolute Fahruntauglichkeit gewertet.

Die Konsequenzen sind für den Beschuldigten damit genau so, als habe man bei ihm eine Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille oder mehr nachgewiesen.

4. Alkohol bei Fahranfängern

Für Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit sowie junge Fahrer unter 21 Jahren gilt seit dem 1. August 2007 die Null-Promille-Grenze.

Verstöße dagegen können mit bis zu EUR 1.000,00 Bußgeld und zwei Punkten in Flensburg geahndet werden. Außerdem kann die Probezeit um weitere vier Jahre verlängert und die Teilnahme an einem kostenpflichtigen Aufbauseminar angeordnet werden.