Ärztliche Behandlung und Körperverletzung

Die ärztliche Behandlung als Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge

Häufig versuchen Patienten, die sich durch eine ärztliche Behandlung oder eine Operation geschädigt fühlen, durch eine Strafanzeige gegen den behandelnden Arzt ihre Chancen auf Zahlung von Schmerzensgeld und Schadensersatz wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Behandlungsfehler zu erhöhen.

Sofern hinreichender Tatverdacht besteht, sind die Strafverfolgungsbehörden von Amts wegen dazu verpflichtet, diesem Tatverdacht nachzugehen und die Frage des Vorliegens einer Straftat aufzuklären. Dazu müssen Zeugen vernommen und erforderlichenfalls auch Sachverständigengutachten eingeholt werden.

Die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens ist für den beschuldigten Arzt von existentieller Bedeutung, weil nicht nur die wirtschaftliche Grundlage bedroht ist, sondern vor allem auch die Approbation auf dem Spiel steht.

Das Ruhen der Approbation kann gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 BÄO (Bundesärzteordnung) angeordnet werden, wenn gegen einen Arzt ein Strafverfahren wegen des Verdachts einer Straftat eingeleitet wird, aus der sich seine Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Berufs als Arzt ergeben kann.

Schon das Ruhen der Approbation steht der Ausübung des Berufs als Arzt entgegen. Zur Entziehung der Approbation kann bereits die Verhängung einer Geldstrafe führen.